Warum sinkt Progesteron in der Perimenopause häufig früher?
Progesteron sinkt nicht einfach, weil du ein bestimmtes Alter erreichst. Entscheidend ist vor allem der Eisprung: Nach dem Eisprung entsteht aus dem zurückbleibenden Follikel der Gelbkörper – und dieser produziert einen großen Teil des Progesterons in der zweiten Zyklushälfte.
In der Perimenopause verändert sich zunehmend die Funktion der Eierstöcke. Die Follikelreifung kann unregelmäßiger werden, Eisprünge können später stattfinden oder ganz ausbleiben. Die Periode kann dabei trotzdem noch kommen. Genau deshalb merken viele Frauen bereits Veränderungen, obwohl sie noch regelmäßig oder scheinbar regelmäßig menstruieren.
Mögliche unspezifische Hinweise können sein:
• veränderte oder unregelmäßige Zyklen
• stärkere oder veränderte Blutungen
• Brustspannen
• Schlafprobleme
• innere Unruhe
• Stimmungsschwankungen
Wichtig: Diese Beschwerden beweisen keinen Progesteronmangel. Sie können viele unterschiedliche Ursachen haben und sollten immer im Gesamtzusammenhang betrachtet werden.
Auch bei der Diagnostik gilt: Progesteron wird nicht pauschal an „Tag 21“ gemessen. Der sinnvolle Zeitpunkt richtet sich nach dem tatsächlichen Eisprung und der Lutealphase. Je nach Fragestellung gehören weitere relevante Laborwerte, die Zyklusanamnese und die individuellen Beschwerden zur Einordnung dazu.
Das Fazit: Häufig verändert sich zuerst der Eisprung – und damit kann sich auch die Progesteronproduktion verändern. Im nächsten Reel geht es um Östrogen und die spannende Frage, warum es in der Perimenopause nicht einfach nur sinkt, sondern teilweise erheblich schwanken kann.
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